bifeb aktuell

Unser Magazin für Erwachsenenbildung und aktuelle Entwicklungen unseres Hauses. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich habe das große Vergnügen, mich bei Ihnen als neue Leitung des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung vorstellen zu dürfen. Das bifeb in St. Wolfgang ist mir bereits seit meinem Studium der Erziehungswissenschaften in Münster als ein zentraler Impulsgeber arbeitsfeldlicher Professionalisierungsbestrebungen ein Begriff. Durch meine Tätigkeiten in der österreichischen Erwachsenenbildungslandschaft – sei es als Fachbereichsleiter, Abteilungsleiter oder Lehrender – hatte ich in den letzten Jahren regelmäßige, konstruktive Berührungspunkte mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung gehabt. Die hohen Qualitätsansprüche des bifeb an die Konzeption, Organisation und Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen, aber auch hinsichtlich Nächtigung und Verpflegung, durfte ich als Teilnehmer und Gast schätzen lernen. Umso spannender ist es für mich, die „Seiten zu wechseln“ und das bifeb zusammen mit dem gesamten Team in die Zukunft zu begleiten. Ich freue mich auf neue und bewährte Kooperationen, auf spannende Diskussionen und Begegnungen und nicht zuletzt auf Ihren Besuch in St. Wolfgang.

Mit dieser Einladung an Sie gebe ich mir gleich das nächste Stichwort, welches zudem namensgebend für die Ihnen vorliegende Ausgabe des bifeb aktuell ist: Begegnungsräume. Das bifeb füllt sich wieder mit Leben, nicht nur wie zuletzt oft im virtuellen Raum, sondern – und man möchte beinahe schreien: endlich! – auch vor Ort in St. Wolfgang.

Kolleginnen und Kollegen begegnen sich wieder auf den Fluren, in den Büros, beim gemeinsamen Essen oder bei einer Tasse Kaffee. Gäste und Referent/innen finden wieder zu uns ins Haus und begegnen sich in unterschiedlichsten „Räumen“: Morgens beim Frühstück, im Bürglsaal oder im Seminarraum, draußen im Sonnenschein auf unseren Wiesen, auf dem Areal beim Gang Richtung Restaurant, abends an der Bar im Bürglhaus bei einem Getränk oder an unserem Bootshaus mit fantastischem Blick auf den Wolfgangsee. Auch Kooperationen können als konstruktive Formen der Begegnung in beruflichen Kontexten verstanden werden. Als solche profitieren auch sie von „nahen“ sozialen Interaktionen. Sie leben auf, werden erneuert, modifiziert und verstärkt oder neu geschmiedet – von Menschen, die sich von Angesicht zu Angesicht und auf Augenhöhe (wieder) begegnen.

Schließlich verkörpert auch das bifeb aktuell eine Art Begegnungsraum – zwar im geschrieben Wort, aber auch hier trifft Diverses aufeinander: Menschen aus unterschiedlichen Feldern der Erwachsenenbildung (Praktiker/innen wie auch Wissenschaftler/innen), Expertise auf Argumente, Erfahrungen auf Reflexionen, Diskurse auf Meinungen und zu guter Letzt – so unsere Hoffnung – Ihre Neugierde und Vorfreude auf unser vielfältiges Veranstaltungsangebot.

Viel Freude bei der Lektüre und einen begegnungsreichen Sommer wünschen

Dennis Walter
und das gesamte bifeb Team

 


Folgende Themen finden Sie in dieser Ausgabe:

  • Dennis Walter / Ondrej Lastovka
    Das Berufsfeld der Basisbildung hat sich dank dem neulich angepassten Qualifikationsprofil für ein breiteres Publikum geöffnet. Neben den Berufsneueinsteigenden, die sich über den Ausbildungslehrgang „Basisbildnerin und Basisbildner“ qualifizieren lassen können, vermögen auch Praktikerinnen und Praktiker über ein neues Anerkennungsverfahren durch die Weiterbildungsakademie (wba) das Zusatz-Zertifikat „Zertifizierte/r Basisbildner/in“ erlangen.
  • Jeremias Stadlmair
    Die Zufriedenheit mit dem politischen System in Österreich gerät unter Druck. Ob sich sinkende Zufriedenheit auch in abnehmender Unterstützung für Demokratie manifestiert, bleibt abzuwarten. Auftrag der politischen Erwachsenenbildung ist es, Menschen das Handwerkszeug zur Reflexion und Artikulation ihrer Erwartungen an Politik und Demokratie zu geben.
  • Corinna Geppert
    Bildungsinstitutionen und Lehrende können Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit fördern, indem sie auf die Bedürfnisse Lernender hören und dementsprechend z.B. ihre Lehrmethoden anpassen, eine Balance zwischen kostenlosen Angeboten und der gezielten Förderung unterstützungsbedürftiger Lernenden finden oder Lernende die Form ihrer Leistungserhebung wählen lassen.
  • Wolfgang Kellner
    Der Jour fixe Bildungstheorie / Bildungspraxis mit dem Titel „Validierung und Bildung: dialogische Validierungsformate in der Erwachsenenbildung“ zielt im Sommersemester 2022 auf eine Zwischenevaluierung der formativen Formate der 2000er (z.B. Kompetenzportfolios) und der jüngeren biographisch orientierten Methoden bei der Kompetenzerfassung in der Erwachsenenbildung.
  • Helmut Peissl
    Vor dem Hintergrund, dass Medien und ihre kompetente Nutzung die Grundlage für das Verständnis von Demokratie und politischem Handeln bilden, wird in der Tagung „Bildung-Medien- Demokratie“ eine Bestandsaufnahme der Mediennutzung in Österreich gemacht. Davon ausgehend wird auf die Entwicklung von Medien und Demokratie rund um zunehmende Desinformation, Polarisierung und „Datafizierung“ der Gesellschaft fokussiert. Dabei werden diese Herausforderungen für den Bereich der Erwachsenenbildung und Community Medien diskutiert und Handlungsansätze für Demokratie- und Medienbildung erarbeitet.
  • Markus Feigl
    Bibliotheken scheinen in den Krisenzeiten zweierlei Funktion, die meinungsbildende sowie die finanzielle Teuerung abfedernde, zu erfüllen. Sie sind nicht mehr nur Bildungszentren, sondern künftig auch – folgt man dem Bibliotheksvisionär Rob Bruijnzeels – Orte des Wohlfühlens. Wie die Bibliotheken mit mehr Sinnlichkeit bei überschaubaren Kosten gefüllt werden, verrät eine Fortbildungsreihe am bifeb, die im Sommer 2022 Best Practices vorstellt.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!
 

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Frühere Ausgaben des bifeb aktuell

2022

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