bifeb aktuell

Unser Magazin für Erwachsenenbildung und aktuelle Entwicklungen unseres Hauses. 

Liebe Leserinnen und Leser,

Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ – dieses
auf den Naturforscher Charles Darwin zurückgehende Zitat hat sich zuletzt
auch für das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung bewahrheitet.
In der Zeit von Oktober 2022 bis März 2023 haben wir am bifeb fluchtsuchende
Personen beherbergt und unterstützt – ein wichtiger und notwendiger Akt der Solidarität. Der
starke Zusammenhalt im Team, aber auch der Zuspruch und die tatkräftige Unterstützung unserer
Netzwerk-Partnerinnen und -partner haben uns geholfen, diese herausfordernde Zeit so
erfolgreich zu bewältigen. Für Ihre Unterstützung, Ihr Entgegenkommen und Ihr Verständnis in
dieser Zeit möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ohne Sie hätten wir
diese anspruchsvolle Phase nicht so gut bewerkstelligen können!

Doch jetzt gilt es nach vorne zu schauen, und so kehren wir im Zeichen des namensgebenden
Titels für die Ihnen vorliegende Ausgabe des bifeb aktuell – Neubeginn – mit voller Motivation
und Freude in unser Kerngeschäft zurück. Die Professionalisierung der österreichischen Erwachsenenbildung
steht nach wie vor im Mittelpunkt unserer Bemühungen und unser Anspruch ist es,
Ihnen eine spannende Mischung aus bewährten und neuen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen
vorzuhalten.

Eine dieser neuen Veranstaltungen trägt den Titel „Bildungsangebote in den Nationalen Qualifikationsrahmen
(NQR) einordnen – ein diskursives How To“ (s. Seite 16). Anhand dieses Seminars
wird – so unsere Hoffnung – unsere neue konzeptionelle Handschrift exemplarisch sichtbar. Wir
wollen zukünftig noch stärker auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Trägerinnen und Träger sowie
der handelnden Akteurinnen und Akteure der österreichischen Erwachsenenbildung eingehen
und zugleich innovative, zukunftsträchtige und praxisnahe Perspektiven aufspannen.

In diesem Sinne: Seien Sie auf das gespannt, was wir jetzt und zukünftig für Sie im Angebot haben.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns, Sie ab April wieder bei uns im
Haus begrüßen zu dürfen. Auf den gemeinsamen Neubeginn freuen sich

Dennis Walter
und das gesamte bifeb Team


Folgende Themen finden Sie in dieser Ausgabe:

  • Robert Kramreither
    Neben dem Lob der etablierten EB-Institutionen und gesetzlichen Rahmungen, die allesamt zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung seit den 1980ern beitragen, plädiert Robert Kramreither für die Entstehung einer starken Berufsvertretung der Erwachsenenbildner/innen. Das bifeb als Dienststelle des BMBWFs soll in Zukunft der Ort für kritischen Diskurs in der Erwachsenenbildung sein und dabei das Bundeszentrum für Professionalisierung der in der Erwachsenenbildung tätigen Personen als tragende Säule der Erwachsenenbildung bleiben.
  • Michael Sturm
    Das Bundesgesetz über die Förderung der Erwachsenenbildung und des Büchereiwesens garantiert den gesamtösterreichischen Einrichtungen weder einen Rechtsanspruch auf die Förderungen noch deren Ausmaß. Knappe 4‰ der Bildungsausgaben des Bundes sind für Erwachsenenbildung vorgesehen. Dennoch bildet das Gesetz immerhin eine gute Grundlage für die Förderung der Erwachsenenbildung in seiner Breite, Vielfalt und Freiheit. Die Inkludierung des Bibliothekwesens in dieses Gesetz stellt eine österreichische Besonderheit dar.
  • Carina Sacher / Lukas Vejnik
    Konsumfreie Begegnungsorte sind auch im zeitgenössischen Wien der ersten Periode „geistiger Stadterweiterung vor dem Zweiten Weltkrieg sowie dem (Wiederauf)bau von Infrastrukturen in den 1950ern und 1960ern für die Erwachsenenbildung zu verdanken. Aus dem Exil zurückgekehrte Volksbildner Wolfgang Speiser errichte in den 50er Jahren die eingeschossigen Nachbarschaftsheime mit flexibler gemeinschaftsorientierten Raumnutzung. „Haus der Begegnung“ als Konzept großmaßstäblichen Bildungshäuser an wichtigen Knoten Wiens wurde ab Mitte der 1960er entwickelt. All diese architektonisch nüchterne Bauten stellen bis heute städtische Raumpolster dar.
  • Markus Feigl
    Die Professionalisierung der ehrenamtlich und nebenberuflich tätigen Bibliothekar/innen wird in Österreich angestrebt. Beispielsweise ein 3-wöchiger digitaler Ausbildungskurs mit seinem Erststart im Frühsommer 2022 soll die Quote in dieser Branche weit über die aktuellen 17% heben. Eine weitere Maßnahme, die Modularisierung der Ausbildung, soll die Durchlässigkeit zwischen der Ausbildung für ehrenamtlich und nebenberuflich Tätigen einerseits und hauptberuflichen Bibliothekar/innen andererseits ermöglichen. Gut ausgebildetes Bibliothekspersonal sichert die Erfüllung der Kriterien für die Büchereiförderung des Bundes.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

PDF zum Download


Frühere Ausgaben des bifeb aktuell

2022

2021

2020

2019

2018

2017

2016

2015