Studien zur Digitalisierung in der Bildung

Seit Beginn der Covid-Pandemie hat sich für Lehrende und Lernende in allen Bildungsbereichen sehr viel verändert. Durch die neue Situation ist die Digitalisierung sehr stark vorangetrieben worden. Nach über zwei Jahren ist es jetzt an der Zeit zu reflektieren, was diese Veränderungen mit sich gebracht haben, sowohl im Positiven als auch im Negativen. Die eigenen Erfahrungen mit den veränderten Lernwelten sollten auch mit Hilfe von empirischen Forschungsergebnissen reflektiert werden, um die künftige Gestaltung von Bildungsräumen voran zu treiben. Im vorliegenden Artikel werden wissenschaftliche Studien zum Thema Digitalisierung angeführt. Bei der Auswahl der Studien wurden alle Bildungsbereiche berücksichtig, da sich ein Blick über den eigenen Tellerrand lohnt. Die unten angeführten Studien bilden nur ein kleines Fenster der vorhandenen Forschungsergebnisse ab, es soll aber zur weiteren Recherche und Beschäftigung mit dem Thema anregen.

Das Magazin erwachsenenbildung.at hat im Feber 2022 eine Ausgabe dem Thema „Digitalisierung und Erwachsenenbildung1“ gewidmet. Im Fokus stehen hier Herausforderungen und Chancen im Zuge der digitalen Transformation.

Bezogen auf Österreich gibt es eine Studie von Peter Schlögl, Karin Gugitscher, Florian Kandutsch und Sarah Schäfer (2020) mit dem Titel „Existenzsicherung, Professionalisierung, Innovation und Digitalisierung in der österreichischen Erwachsenenbildung. Bericht zu einer explorativen Umfrage im Herbst 2020“. In der Studie werden die Ergebnisse einer online-Erhebung präsentiert, die „…auf Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Bezug auf die Professionalisierung der EB/WB, institutionelle Initiativen und Innovationen im Zusammenhang mit digitalen Transformationsprozessen“ fokussiert hat2.

„Distance Learning an österreichischen Universitäten und Hochschulen im Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/213“ wurde im Auftrag des BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung untersucht. In den Blick genommen wurden hier die Entwicklung an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen. Grundlage für die Studie waren 250 Publikationen und Berichte die ausgewertet wurden, dazu zählten u.a. Lageberichte, Fallstudien, Umfragen bei Studierenden und Lehrenden.

Das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen legt eine Sammlung zu Forschungsprojekten und Forschungsergebnissen4 an, die das Thema Lehren und Lernen in Zeiten von Corona in den Blick nehmen. In diesem Überblick werden die Studien kurz skizziert und mit den Originalquellen verlinkt.

Dr.in Susanne Huss
Lektorin an der Universität Klagenfurt
FH Campus Wien
Selbständige Erwachsenenbildnerin