Interkulturelle Bildung und Antisemitismusprävention

Kulturelle Vielfalt, Sprachen, Religionen und Traditionen des Nahen und Mittleren Ostens: Chancen und Herausforderungen für die Integration in Österreich

ZENTRALE INFORMATIONEN AUF EINEN BLICK

Aufgrund der zunehmenden kulturellen Vilfalt durch Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten in Österreich wächst das Interesse an deren Kulturen, Sprachen und Traditionen. Im täglichen Miteinander kann es jedoch zu Missverständnissen kommen, die aus kulturellen Unterschieden resultieren.

In diesem Workshop werden Kenntnisse vermittelt, die ein besseres gegenseitiges Verständnis fördern und den interkulturellen Dialog erleichtern. Zu Beginn werden allgemeine Begriffe und Konzepte vorgestellt, die für interkulturelle Kompetenzen im Allgemeinen relevant sind. Darüber hinaus wird auf neue Formen von Antisemitismus eingegangen und es werden Strategien erarbeitet, wie man präventiv damit umgehen kann. Die Teilnehmenden lernen die Hauptherkunftsländer kennen und erhalten Einblicke in deren historische, demografische und ethnische Hintergründe. Ein besonderer Fokus liegt auf kulturellen Aspekten, die für eine gelingendes Zusammenleben in Österreich relevant sind. Dazu gehören Werte, Sitten, Bräuche, Feste sowie die Rolle von Gender und Geschlechterverhältnissen. Auch die Religion, insbesondere der Islam, wird aus einer kulturell relevanten Perspektive betrachtet. Die Teilnehmenden erhalten Informationen über die Vielfalt der islamischen Konfessionen und über die Gemeinsamkeiten zwischen den abrahamitischen Religionen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops ist die Vermittlung allgemeiner sprachlicher Kompetenzen und kulturübergreifender Begriffe, die im interkulturellen Kontext hilfreich sind. Schließlich werden Methoden und praxisnahe Ideen vorgestellt, um den kulturellen Austausch und ein gutes Miteinander in Österreich zu fördern. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, reflektieren über häufige kulturelle Missverständnisse und erarbeiten Strategien für eine respektvolle und wertschätzende Zusammenarbeit.

  • Referierende: Reza Nili-Freudenschuß
  • Koordination: Karl Hochradl
  • Veranstalter: BMFWF - Bundesinstitut für Erwachsenenbildung bifeb
  • Kursumfang: 21 Unterrichtseinheiten
  • Teilnahmegebühr: € 335,00 exkl. Aufenthaltskosten
  • PRÄSENZ
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Interkulturelle Bildung und Antisemitismusprävention

Dauer: 28.09.2026 bis 30.09.2026 Anmeldung bis: 14.09.2026 Referierende: Reza Nili-Freudenschuß
Termine & Arbeitszeiten
Montag, 28. September 2026: 14:00 - 20:30
Dienstag, 29. September 2026: 09:00 - 18:30
Mittwoch, 30. September 2026: 09:00 - 15:30

Kontakt
Eva Oberhauser, eva.oberhauser@bifeb.at, 06137 6621-501



Es sind noch 20 Plätze frei.

Teilnahmegebühr
€ 335,00 exkl. Aufenthaltskosten

DETAILS ZUM PROGRAMM

INHALTE

  • Input zu den Grundlagen interkultureller Kompetenz
  • Zentrale Begriffe und Konzepte
  • Historische, demografische und ethnische Hintergründe von Ländern des Nahen und Mittleren Ostens
  • Bearbeitung von kulturellen Missverständnissen im Alltag anhand eigener Erfahrungen und von Fallbeispielen
  • Kulturelle Normen und Werte, Gender- und Geschlechterverhältnisse
  • Neue Formen von Antisemitismus und Präventionsstrategien
  • Kennenlernen von Methoden und Projekten zur Förderung des interkulturellen Austauschs
  • Arbeit an Strategien für typische Konfliktsituationen

METHODIK

Der Workshop kombiniert Theorie, Praxis und Reflexion, um interkulturelle Kompetenzen zu fördern:

  • Input-Phasen: Kurze Vorträge zu Herkunftsländern, kulturellen und religiösen Hintergründen, interkulturellen Begriffen und neuen Formen von Antisemitismus
  • Interaktive Übungen: Rollenspiele, Fallbeispiele und Reflexion eigener Erfahrungen zur Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede
  • Gruppenarbeit: Austausch zu Praxisfragen, Entwicklung von Strategien für respektvolles Miteinander
  • Praxisanwendungen: Vorstellung von Methoden und Ideen zur Förderung des kulturellen Austauschs im Alltag
  • Abschluss & Reflexion: Diskussion der wichtigsten Erkenntnisse, Feedbackrunde und Transfer in den Alltag

Prinzipien: Partizipation, Praxisnähe, Reflexion und Wertschätzung kultureller Vielfalt.

LERNERGEBNISSE

  • Interkulturelle Kompetenzen für einen offenen und respektvollen Umgang mit Menschen aus dem Nahen und Mittleren Osten
  • Kenntnisse über kulturelle, religiöse und soziale Hintergründe für ein gelingendes Zusammenleben in Österreich
  • Allgemeine sprachliche Kompetenzen und kulturübergreifende Begriffe zur besseren Verständigung
  • Sensibilisierung für neue Formen von Antisemitismus und Strategien zur Prävention

ZIELGRUPPE

Pädagoginnen und Pädagogen, Basisbildnerinnen und -bildner, Erwachsenenbildnerinnen und -bildner sowie Fachkräfte im Asyl- und Integrationsbereich, die ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern, ein besseres Verständnis für die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Nahen und Mittleren Ostens entwickeln und praxisnahe Strategien für die Integration in Österreich erlernen möchten.

REFERIERENDE