Tagung Gemeinwesenarbeit 2026

Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten. Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden?

Zentrale Informationen auf einen Blick

Politische, soziale und zwischenmenschliche Konflikte nehmen zu. Anstatt jedoch mehr Stimmen zuzulassen und Möglichkeiten demokratischer Teilhabe zu erweitern, werden Konflikte weltweit zunehmend in Form von direkter militärischer, physischer und psychischer Gewalt ausgetragen. Die Auswirkungen sind auch in Europa und Österreich spürbar: Autoritarismus, Polarisierung und Nationalismus greifen um sich. Durch politische Angriffe auf demokratische Rechte, Aushandlungen und Verfahren sind stärkere Spannungen in den Gemeinwesen und der Gemeinwesenarbeit wahrzunehmen. Initiativen im Gemeinwesen sind durch knapper werdende Ressourcen und unsichere Bedingungen herausgefordert.
Gleichzeitig existieren vielfältige Formen von Wissen und Praktiken in der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung, die eine konfliktfähige, gewaltfreie Arbeit ermöglichen und sich einer Zukunft des kritischen Miteinanders verschreiben. Konfliktfähigkeit ist Voraussetzung für Frieden, da sie Unrecht richten und zu sozialer Gerechtigkeit beitragen kann.
Auf der diesjährigen GWA-Tagung möchten wir eine Vielfalt an Ansätzen versammeln, die andere Antworten auf die aktuellen sozialen, ökologischen und politischen Fragen geben, als das Recht des Stärkeren oder die Gewalt der Überlegenheit.

  • Wie reagieren Akteur:innen der Gemeinwesenarbeit auf die Tendenz zu gewaltsamem Handeln und wahrnehmbarer Kriegsbegeisterung?
  • Inwiefern sind autoritäre Stärke und Führung wirklich effizienter als demokratisches Aushandeln?
  • Welche Konzepte, Methoden und Inhalte aus der Gemeinwesenarbeit stärken Konfliktfähigkeit als Werkzeug demokratischer Interessenfindung?
  • Wie kann Gemeinwesenarbeit politisch, diskursiv und institutionell so gefördert werden, dass sie ihr Potential im Hinblick auf eine konfliktfähige Demokratie bestmöglich entfaltet?

Tagung Gemeinwesenarbeit 2026

Dauer: 07.10.2026 bis 09.10.2026 Anmeldung bis: 23.09.2026 Referierende: Werkstätte Gemeinwesenarbeit

Termine & Arbeitszeiten
Mittwoch, 07. Oktober 2026: 14:00 - 18:00
Donnerstag, 08. Oktober 2026: 09:00 - 18:00
Freitag, 09. Oktober 2026: 09:00 - 12:00

Kontakt
Daniela Schlick, daniela.schlick@bifeb.at, 06137 6621 119

Teilnahmegebühr
€ 0,00 exkl. Aufenthalt.

Details zum Programm

TAGUNGSPROGRAMM

Mittwoch, 07.10.2026
13:30-14:00Ankunft, Registrierung
14:00-14:30Eröffnung und Begrüßung
Hinführung zum Thema, Kennenlernen, Aufstellungen
14:30-15:15Marktplatz der Projekte I
15:15-16:00Marktplatz der Projekte II
16:00-16:30Pause

16:30-18:00
Input & Diskussion
„Jagdkommando der Herzen“ (Un)Möglichkeiten von
Friedensarbeit in einer militarisierten Zivilgesellschaft
Claudia Brunner (Zentrum für Friedensforschung und
Friedensbildung, Universität Klagenfurt)
18:00Abendessen
Donnerstag, 08.10.2026

09:00-10:00
Input & Diskussion
Welche Geschichten erzählt die Zukunft? Impulse der
Zukünftebildung für die Friedensbildung
Carmen Sippl (PH Niederösterreich)
10:00-10:15Pause
10:15-11:00Kleingruppendiskussionen
11:00-11:45Diskussion im Plenum
11:45-12:15Diskussion mit Begegnungszentrum für aktive
Gewaltlosigkeit, Maria Reichl (Moderation Stefan Vater)
12:30Mittagessen
14:00-15:45Panelrunde 1
15:45-16:15Pause
16:15-18:00Panelrunde 2
18:00Abendessen
 Informelles Zusammenkommen an der Bürglbar
Freitag, 09.10.2026
09:00-09:45Kleingruppenforum
09:45-10:15Rückschau und Resümee durch Speaker:innen
10:15-10:45Pause
10:45-12:00Schlussdiskussion, Feedback, Ausblick
12:00Ende der Tagung
12:30Mittagessen (optional)

PROJEKTE/INITIATIVEN


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