Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung.

Im Spannungsfeld von Erkenntnis, Dialog und Teilhabe

ZENTRALE INFORMATIONEN AUF EINEN BLICK

Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie ist ein Fundament, das unsere Gesellschaft trägt. Es bildet die Grundlage für Konsens, Legitimität und Stabilität und ist damit eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren unseres demokratischen Zusammenlebens. Beide Bereiche beruhen auf ähnlichen Grundprinzipien – auf Transparenz, Rationalität, Konsens- aber auch Kritikfähigkeit. Demokratie und demokratische Entscheidungsprozesse erfordern informierte Bürgerinnen und Bürger, die auf Grundlage von Wissen und wissenschaftlichem Diskurs urteilen und handeln – und dieses Wissen und diese Fakten stammen zu einem guten Teil aus wissenschaftlichen Erkenntnissen. Umgekehrt sind demokratische Verhältnisse für eine freie Wissenschaft wichtig, da nur so freie Forschung, ein freier Diskurs und kritische Debatte möglich sind. Eine ablehnende Haltung gegenüber Wissenschaft geht auch häufig mit Demokratieskepsis einher. Ebenso gilt: Wer dem politischen System misstraut, misstraut oft auch wissenschaftlichen Institutionen. 

  • Referierende: Referierenden-Team
  • Koordination: Karl Hochradl (bifeb)
  • Veranstalter: BMFWF - Bundesinstitut für Erwachsenenbildung bifeb
  • Kursumfang: 10 Unterrichtseinheiten
  • Teilnahmegebühr: kostenlos
  • PRÄSENZ

Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung.

Dauer: 06.07.2026 bis 07.07.2026 Anmeldung bis: 22.06.2026 Referierende: Referierenden-Team

Termine & Arbeitszeiten
Montag, 06. Juli 2026 von 11:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag, 07. Juli 2026 von 09:00 bis 12:00 Uhr

Kontakt Daniela Schlick +43 (0)6137 6621 – 119daniela.schlick@bifeb.at

DETAILS ZUM PROGRAMM

Desinformation, Polarisierung und wachsendes Misstrauen gegenüber Institutionen stellen Demokratie, Wissenschaft und Erwachsenenbildung also vor neue Herausforderungen. Welche Rolle kann die Erwachsenenbildung dabei spielen, Vertrauen zu fördern und Räume für kritische, aber konstruktive Auseinandersetzung zu eröffnen? Die Tagung „Demokratie. Wissenschaft. Erwachsenenbildung.“ widmet sich diesen Fragen aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive. Sie bringt Fachleute aus der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, aus der Wissenschaft sowie interessierte Praktikerinnen und Praktiker zusammen, um aktuelle Entwicklungen, theoretische Ansätze und Good-Practice-Beispiele zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der ersten Tagung 2026 steht das Verhältnis zwischen Erwachsenenbildung, Demokratie und Wissenschaft und widmet sich den folgenden Fragestellungen:

  • Was verbindet Demokratie und Wissenschaft? Was trennt sie?
  • Wie gestaltet sich das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und demokratischer Aushandlung?
  • Welche Beiträge kann die Erwachsenenbildung leisten, um wissenschaftliches Denken, Konsensfähigkeit, Dialog, politische Urteilskraft und gesellschaftliches Vertrauen zu stärken?
  • Welche Kompetenzen brauchen Erwachsenenbildnerinnen und -bildner, um das Vertrauen in Wissenschaft und Demokratie zu fördern?

Das Programm umfasst Keynotes, Projektpräsentationen, Diskussionsforen und partizipative Formate. Neben theoretischen Impulsen werden praxisnahe Projekte vorgestellt, die neue Wege der Beteiligung und der Wissenschafts- und Demokratievermittlung aufzeigen.

TAGUNGSPROGRAMM

Montag, 6. Juli 2026
10:30 – 11:00 UhrAnkunft, Registrierung
11:00 – 11:30 UhrEröffnung und Begrüßung, Hinführung zum Thema
11:30 – 12:30 UhrKeynote Jan Niggemann
(Österreichisches Institut für Erwachsenenbildung)
12:30 – 14:00 UhrMittagessen
14:00 – 15:00 UhrKeynote Daniela Ingruber
(Institut für Strategieanalysen/netPOL)
15:00 – 15:30 UhrPause
15:30 – 18:00 UhrProjektpräsentationen / Panelrunde
18:00 UhrAbendessen
ab 19:30 UhrInformelles Zusammenkommen an der Bürglbar
Dienstag, 7. Juli 2026
09:00 – 10:30 UhrWorkshop/Format für die Beteiligung von Teilnehmenden
10:30 – 10:45 UhrPause
10:45 – 11:45 UhrResümee durch die Keynote-Speaker und Abschlussdiskussion
11:45 – 12:00 UhrFeedback, Ausblick, Abschluss
12:30 UhrMittagessen (optional)

ZIELGRUPPE

Erwachsenenbildnerinnen und -bildner. Lehrende und Programmverantwortliche der allgemeinen und politischen Bildung, der Demokratiebildung und Wissenschaftskommunikation. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter öffentlicher Institutionen oder von Verbänden im Bereich Demokratie, Partizipation und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Alle Interessierte.

REFERIERENDE

Jan Niggemann
Jan Niggemann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Österreichischen Institut für Erwachsenenbildung (oieb) und Lektor an der Universität Wien. Er arbeitet als Erziehungswissenschaftler, Erwachsenenbildner, Autor, Speaker und Referent in den Bereichen außerschulischer kultureller Bildung sowie Fragen sozialer Ungleichheit in der nonformalen Bildung.
https://www.researchgate.net/profile/Jan-Niggemann 

Daniela Ingruber
Daniela Ingruber arbeitet als Demokratie- und Kriegsforscherin am Institut für Strategieanalysen in Wien, u.a. am Projekt netPOL. Zuvor war sie an der Donau-Universität Krems tätig und leitete von 2012 bis 2016 leitete an der UN-mandatierten University for Peace in Costa Rica die Abteilung Media & Conflict. Zudem ist sie Evaluatorin, Moderatorin und Beraterin für Filmfestivals sowie Filmproduktionen und bereitet NGO-Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter in Safety- und Security-Trainings auf die Arbeit in Konfliktregionen vor.
Forschungsschwerpunkte sind Demokratieverständnis, demokratische Dystopien, Populismus, Partizipation, Fake News, Konflikttransformation sowie Politische Bildung.
www.nomadin.at


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