Mit dem Anti-Bias-Ansatz vorurteilsbewusste Veränderungen beginnen (online)

Mehrteilige ONLINE-Fortbildung / eb Gesellschaft
Termin: 17. November 2021 - 18. Februar 2022


Inhalte und Ziele
Die dreiteilige Fortbildung bietet einen fundierten Einblick in den Anti-Bias-Ansatz, ein
diskriminierungs- und machtkritisches Praxiskonzept. In den drei Modulen entwickeln wir
Kompetenzen für diversitätsbewusste und diskriminierungskritische Handlungsstrategien.
Dabei gilt es, die oftmals unbewussten und sich gegenseitig bedingenden
Voreingenommenheiten aufzuspüren – und zwar bei uns selbst, in der Gesellschaft und in
unserem Umfeld. Die Fortbildung ermöglicht den Transfer in den eigenen (Arbeits-)Alltag
und schafft Handlungssicherheit für die eigenen Arbeits- und Lebenssituationen.

Wir möchten für verschiedene Formen von Diskriminierung – z.B. in Bezug auf Geschlecht,
sozio-ökonomische Herkunft oder Alter – sensibilisieren und beginnen, diese aktiv abzubauen.
In den praxisorientierten Modulen wird hinterfragt, was als »normal« gilt und gemeinsam
dem Zusammenhang von Anerkennung, Zugehörigkeit und Lernen nachgespürt.

Ziel ist es, gemeinsam alternative Handlungsansätze für die eigene Praxis zu entwickeln und
damit erste Schritte zu einer Veränderung von Strukturen und Haltungen zu gehen. Das
erweiterte Wissen unterstützt bei der Schaffung inklusiver Settings und der erworbene
Perspektivenwechsel erweitert die Handlungsoptionen in konflikthaften Situationen.

Modul 1: Einstieg, Austausch und Sensibilisierung

  • Einführung in das Themenfeld: Was ist der Anti-Bias-Ansatz?
  • Eigener Bezug zu Diskriminierung; Vorurteile hinterfragen
  • Kennenlernen und Erleben von Diversität
  • Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen

Modul 2: Wissens-Erweiterung und Wahrnehmungs-Schärfung  

  • Funktionen und Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung
  • Wissen um Ungleichverhältnisse erweitern, Wahrnehmung für Schieflagen schärfen und vertiefen
  • verinnerlichte Dominanz und verinnerlichte Unterdrückung kennenlernen und Alternativen finden
  • Eigene Position in gesellschaftlichen Machtverhältnissen reflektieren

Modul 3: Praxisreflexion und Veränderung  

  • Vorurteilbewusste Bildungsarbeit: Diskussion und Beispiele
  • Beschäftigung mit Privilegien und struktureller Ungleichheit
  • Erweiterung der eigenen Handlungsfähigkeit und Ausprobieren verschiedener Handlungsstrategien
  • Planung der eigenen Anti-Bias-Praxis

 

Methodik
Wir arbeiten praxis- und prozessorientiert an persönlichen Erfahrungen und Beispielen der
Anwesenden. Durch praktische Übungen wird die Möglichkeit gegeben, die eigenen Privilegien
und Benachteiligungen bewusst zu machen und zu hinterfragen. Selbstreflexion, Inputs und
Gruppenarbeits-Plenumsphasen unterstützen diesen Prozess.

Adressat_innen
Multiplikator_innen, Lehrende, Pädagog_innen, Teams und interessierte
Menschen, die in pädagogischen und didaktischen Settings, sozialen und politischen Berufen
arbeiten und sich beruflich oder privat mit den Themen vorurteilsbewusste Bildung und
Diskriminierung auseinandersetzten möchten

Referent_innen
Cvetka Bovha (Anti-Bias-Fortbildung, Beratung)
Žaklina Mamutovič (Anti-Bias-Trainerin, Empowerment-Trainerin)
Wir sind ein Zusammenschluss freier Multiplikatorinnen, Beraterinnen und Fortbildnerinnen,
die seit 2002 mit dem Anti-Bias-Ansatz arbeiten: https://www.anti-bias-netz.org/

Koordination Theresa Kaar (bifeb)

Termine & Arbeitszeiten
Modul 1: 17. - 19. November 2021
Modul 2: 12. - 14. Jänner 2022
Modul 3: 16. - 18. Februar 2022
1. Tag: 13:30 - 18:00; 2. Tag: 9:00 - 12:30, 14:00 - 18:30; 3. Tag: 9:00 - 12:30

Umfang 72 UE (54 UE Online-Präsenz und 18 UE Fernstudium)

Teilnahmegebühr € 240,00

Kontakt
Karin Buchinger
Tel. +43 6137 6621 - 501
karin.buchinger@bifeb.at

Anmeldung bis 19. Oktober 2021

 

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