Demokratiebildung in der Erwachsenenbildung – eine notwendige Antwort auf antidemokratische Entwicklungen (Teil 2)

ONLINE-Workshop / eb Gesellschaft
Termin: 01. Juni 2021 - 02. Juni 2021


Die Demokratie ist weltweit bedroht. Seit 2005 sinkt die Anzahl demokratischer Staaten
und sogar alte Demokratien geraten in Gefahr, ins Autoritäre zu kippen. Diese Entwicklung
macht auch vor Europa nicht halt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Steigende soziale
Ungleichheit, Defizite bei Repräsentation, Partizipation und Transparenz sowie fehlende
Demokratie-Erfahrungen im Alltag stellen alte Übereinkünfte in Frage, fördern
antidemokratische Positionen und Akteure. Hinzu kommt seit 2008 eine
multidimensionale Krise: Auf die Banken-, Wirtschafts- und Finanzkrise folgten Konflikte
in und um Europa, eine dadurch erhöhte Zuwanderung aus Kriegsregionen, die Verschlechterung
internationaler Beziehungen, Terrorismus und schließlich eine Pandemie. Das Vertrauen in
die repräsentative Demokratie, vor allem in Parteien und Berufspolitik ist seit langem
im Sinken begriffen.
In dieser Gemengelage ist es dringend erforderlich, das Bewusstsein für die Bedeutung der
Demokratie zu fördern und in Demokratie-Bildung zu investieren.

Ziele
Die Online-Workshops dienen der Bewusstseinsbildung zur Fragilität von Demokratie und zielen
darauf ab, nicht nur die oben genannten Themen darzustellen und zu diskutieren, sondern auch
Wege und didaktische Methoden kennenzulernen, die dem Erhalt und der Weiterentwicklung der
Demokratie förderlich sind. Sie können sich einen Überblick über aktuelle Entwicklungen in der
Demokratie verschaffen und Ihre Demokratie-Kompetenzen stärken.

Folgende Fragen werden bearbeitet:
•    Was bedeutet Demokratie im Kern?
•    Wie ist Demokratie entstanden und wie endet sie?
•    Welche Kompetenzen brauchen demokratische Bürger*innen?
•    Wie kann man Demokratie-Innovationen umsetzen und die Demokratiequalität verbessern?


Aufbau und Ablauf
Die Online-Workshops bestehen aus zwei Teilen und können auch einzeln gebucht werden.

Teil 1: 4. bis 5. Mai 2021, 17:00 bis 20:00
Inhalt: In diesem Workshop wird ein Überblick über die Grundlagen der Demokratie gegeben und
über die Gefahren, denen sie derzeit ausgesetzt ist. Es wird gezeigt, dass Demokratie nicht
selbstverständlich ist, sondern gewisse Voraussetzungen braucht, zu denen auch
Demokratie-Kompetenzen der Bürger*innen gehören. Dazu zählt ein Bewusstsein über die individuelle
Rolle jedes und jeder Einzelnen in der Demokratie. Um dieses Bewusstsein zu stärken, werden
Übungen durchgespielt und verschiedene Kompetenzen von Demokratie-Bildung thematisiert.
Methodik: Diskussion zum Input sowie diskursive und aktivierende, partizipative Methoden, die
verschiedene Kompetenzen der Demokratie-Bildung stärken.


Teil 2: 1. bis 2. Juni 2021, 17:00 bis 20:00
Inhalt: In diesem Workshop geht es um die Frage, auf welchen Wegen die Demokratie durch Bildung
und Beteiligung erneuert und verbessert werden kann. Welche Demokratie-Innovationen gibt es?
Wie kann die breite Einbeziehung der Bevölkerung auf verschiedenen politischen Ebenen funktionieren?
Wie kann man den Gefahren wie Polarisierung und Extremismus entgegentreten?  
Methodik: Diskussion zum Input sowie didaktische Übungen und Methoden, mit denen konkrete
Demokratie-Kompetenzen entwickelt werden (Urteilskompetenz, Bewusstseinsbildung, Dialog-Kompetenz,
Sprachstrategien gegen Polarisierung etc.)  

Adressat_innen Erwachsenenbildner*innen und Interessierte

Referent Markus Pausch (FH Salzburg)

Koordination Sonja Sillipp (bifeb)

Termin und Arbeitszeiten
Dienstag, 01. Juni 2021: 17:15 – 20:00
Mittwoch, 02. Juni 2021: 17:15 – 20:00

Umfang 4 UE

Teilnahmegebühr € 49,00

Anmeldung bis 25. Mai 2021

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