Nachhaltige Entwicklung in einer Welt der Ungleichheiten: eine Herausforderung für Erwachsenenbildung und Gemeinwesenarbeit

Tagung / eb Gesellschaft
Termin: 12. Oktober 2020 14:00 - 14. Oktober 2020 12:30


Nachhaltige Entwicklung ist seit Jahrzehnten ein zentrales Thema in der kritischen Erwachsenenbildung und Gemeinwesenarbeit: Zugunsten einer Förderung von Gesundheit, Umwelt, politischer Beteiligung und bewusster Lebensführung wurden für Politik und Ökonomie entsprechende Alternativen gesucht und erprobt. Zunächst noch versehen mit der Etikette „alternativ“ konnte sich einiges davon zumindest in Ansätzen durchsetzen. So ist etwa ökologisches Bewusstsein „Mainstream“ geworden, wie zwiespältig auch immer. Heute, in Zeiten der Klimakrise und Corona-Pandemie, gewinnen diese Themen ganz neu und sehr dramatisch an Bedeutung. Gleichzeitig stoßen Ideen und Ziele der aktuellen Klimabewegung aber rasch auf Grenzen: Der erwünschte ökosoziale Wandel wird durch die globalisierte Wettbewerbs-Ökonomie nahezu verunmöglicht – aber auch durch ungleiche Lebensbedingungen im globalen Süden und Norden sowie zwischen Stadt und Land.

Die Werkstätte Gemeinwesenarbeit 2020 erkundet diese Herausforderungen anhand exemplarischer Projekte und gesellschaftstheoretischer Reflexionen und stellt hierzu folgende Fragen:

  • Von welchen Initiativen und sozialen Bewegungen können wir lernen?
  • Was können regionale und lokale Engagements zur Veränderung von Lebensweisen beitragen – z.B. mit Modellen wie „solidarisches Wirtschaften“ oder „Repair Cafe“?
  • Welche Chancen haben lokale Initiativen gegenüber dominanten globalen ökonomischen Kräften?
  • Was verstehen wir überhaupt unter Erwachsenenbildung und Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf eine Verschärfung der Klimakrise und einer Zunahme neoliberaler und populistisch-autoritärer Tendenzen?
  • Welche Konzepte und Methoden der Erwachsenenbildung und Gemeinwesenarbeit sind für die Stärkung und Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft besonders relevant?

Hauptreferate
12.10.: Elisabeth Prugger und Armin Bernhard: "Genossenschaftsbewegung als Akteurin einer nachhaltigen regionalen Entwicklung", am Beispiel der Bürger_innengenossenschaft Obervinschgau

13.10.: Ulrich Brand: „Jenseits der imperialen Lebensweise. Die Corona-Krise als Chance?": Die tiefe Verankerung einer nicht-nachhaltigen, imperialen Produktions- und Lebensweise in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wurde in den letzten Jahren verstärkt kritisiert. Gleichwohl, es änderte sich nicht viel. Doch plötzlich erleben wir eine drastische Reduktion der CO2-Emissionen, die allerdings nicht von planvoller Klimapolitik, sondern von der Corona-Krise ausgelöst wurden. Bieten sich aktuell Chancen, um die imperiale Lebensweise grundlegend umzubauen?

Weitere Informationen zum Programm folgen in Kürze

Projekte Informationen zu den Projekten und Initiativen folgen


Adressat_innen
Vertreter_innen der Erwachsenenbildung, der Sozial-, Kultur-, und Gemeinwesenarbeit sowie aus Regionalpolitik und Verwaltung

Veranstalter Veranstaltungsgemeinschaft GWA

Koordination Theresa Kaar

Termin und Arbeitszeiten
Montag, 12. Oktober 2020: 14:00-18:00
Dienstag, 13. Oktober 2020: 09:00-20:30 (inkl. Mittagspause)
Mittwoch, 14. Oktober 2020: 09:00-12:30

Umfang 18 UE

Kontakt Daniela Schlick
Tel. +43 6137 6621 - 119
daniela.schlick@bifeb.at 

Keine Teilnahmegebühr

Anmeldung bis 2. Oktober 2020

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