Mit dem Anti-Bias-Ansatz vorurteilsbewusste Veränderungen beginnen

Mehrteilige Fortbildung / eb Gesellschaft
Termin: 20. April 2020 13:30 - 01. Juli 2020 12:30


Anti-Bias ist ein diskriminierungs- und machtkritisches Praxiskonzept. Die dreiteilige Fortbildung bietet einen fundierten Einblick in die Anti-Bias-Arbeit und trägt zur Klärung gesellschaftlicher Positionierungen bei. Denn nicht nur in der sozialen Arbeit und Pädagogik ist es wichtig, um das Zusammenwirken verschiedener Ausgrenzungsformen zu wissen und einen professionellen Umgang damit zu erlernen.

In den praxisorientierten Workshops kann die Wahrnehmung für Ungerechtigkeiten geschärft und vieles, was als »normal« gilt, hinterfragt werden. Gemeinsam spüren wir dem Zusammenhang von Anerkennung, Zugehörigkeit und Lernen nach und sensibilisieren gegen diskriminierende und ausgrenzende Strukturen und Haltungen.

Ziel ist es, gemeinsam alternative Handlungsansätze für die eigene Praxis zu entwickeln und damit erste Schritte zu einer Veränderung der Verhältnisse zu gehen. Das erweiterte Wissen unterstützt bei der Schaffung inklusiver Settings und der erworbene Perspektivenwechsel erweitert in konflikthaften Situationen die Handlungsoptionen.

  • Modul 1:  Einstieg, Austausch und Sensibilisierung 

    • Einführung in das Themenfeld: Was ist der Anti- Bias-Ansatz?
    • Eigener Bezug zu Diskriminierung
    • Vorurteile hinterfragen
    • Kennenlernen und Erleben von Diversität
    • Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen

  • Modul 2:  Wissen erweitern und Wahrnehmung schärfen

    • Funktionen und Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung
    • Wissen um Ungleichverhältnisse erweitern
    • Wahrnehmung für Schieflagen schärfen und vertiefen
    • Verinnerlichte Dominanz und verinnerlichte Unterdrückung kennenlernen und Alternativen finden
    • Eigene Position in gesellschaftlichen Machtverhältnissen reflektieren

  • Modul 3: Praxisreflexion und Veränderung

    • vorurteilbewusste Bildungsarbeit: Diskussion und Beispiele
    • Beschäftigung mit Privilegien und struktureller Ungleichheit
    • Erweiterung der eigenen Handlungsfähigkeit
    • Ausprobieren verschiedener Handlungsstrategien
    • Planung der eigenen Anti-Bias Praxis

Mehr Informationen zum Anti-Bias-Ansatz, den Methoden und Elementen der Fortbildung finden Sie im Detailprogramm.

Adressat_innen Multiplikator_innen, Lehrende, Pädagog_innen, Teams und interessierte Menschen, die in pädagogischen und didaktischen Settings, sozialen und politischen Berufen arbeiten und sich beruflich oder privat mit den Themen vorurteilsbewusste Bildung und Diskriminierung auseinandersetzten möchten

Referentinnen Cvetka Bovha (Anti-Bias-Fortbildung, Beratung), Nele Kontzi (Anti-Bias Fortbildung und Beratung, diversitätsbewusste Teamentwicklung), Žaklina Mamutovič (Anti-Bias Trainerin, Empowerment Trainerin) https://www.anti-bias-netz.org/

Koordination Anna Head (bifeb)

Termine 20. – 22. April 2020, 8. – 10. Juni 2020, 29. Juni – 1. Juli 2020

Arbeitszeiten 1. Tag: 13:30 - 18:00; 2. Tag: 9:00 - 12:30, 14:00 - 18:30; 3. Tag: 9:00 - 12:30

Umfang 72 UE (54 UE Präsenz und 18 UE Fernstudium)

Kontakt
Karin Buchinger
Tel. +43 6137 6621 – 501
karin.buchinger@bifeb.at

Teilnahmegebühr € 240,00

Anmeldung bis 6. April 2020

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Anerkennung bei der wba Das Seminar ist mit 5 ECTS (wba) akkreditiert und kann beim wba-Zertifikat und wba-Diplom für die Bildungstheoretische Kompetenz (Gesellschaft und Bildung) und für die Personale Kompetenz mit je 2,5 ECTS anerkannt werden. https://wba.or.at/