Artefakte der öffentlichen Kommunikation

Denkwerkstatt / eb Gesellschaft
Termin: 26. November 2019


Seit Jahren erleben wir, wie öffentliche Diskussionen von Hetze, Falschmeldungen, rechtsextremen Erzählungen und Verschwörungstheorien dominiert werden. Demokratische Grundlagen, Rechts- und Sozialstaat, Grund- und Menschenrechte  werden sukzessive ausgehöhlt und desavouiert. Viele rebellieren, demonstrieren, posten und schreiben dagegen an. Es bildet sich immer mehr eine reaktive Schleife des „Dagegen Seins“, des „Status Quo-Verteidigens“  des analysieren der Zustände und des Empörens darüber. Doch irgendwie merken wir allesamt, das reicht nicht.

Wir wollen – ja wir müssen – aus diesem „Hamsterrad“ heraus, aus den Narrativen und den Agenda Settings der Neoliberalen, der Rechtspopulist*innen, und -extremen; und wir wollen doch schließlich nicht deren Inhalte – direkt oder indirekt – auch noch verbreiten. Also was tun und wie weiter?

Wir werden uns einen Tag nehmen, uns austauschen und Impulse erhalten, die uns weiter helfen, die uns anregen, auch selbstreflexiv unser politisch-kommunikative Verhalten zu be- und überdenken.


Veranstalter
Forum Stadtpark und bifeb

Veranstaltungsort Forum Stadtpark, Stadtpark 1, 8010 Graz

Koordination und Kontakt Wolfgang Gulis → Link zur Website


Timeline

  • 11:00 Uhr Eröffnung der Veranstaltung (Forum Stadtpark, bifeb)
  • 11:30 Uhr Andreas Holzer (Sora Institut), Agenda 1: Politisches Framing und Agenda Setting
  • 14:00 Uhr Ingrid Brodnig, Agenda 2: Digitale Medien. Propaganda, Manipulation und Hass im Netz
  • 15:45 Uhr Christian Schüller, Agenda 3: Medien, Politik und investigativer, konstruktiver Journalismus
  • 17:30 Uhr Evelyn Schalk, Agenda 3:  Medien, Politik und investigativer, konstruktiver Journalismus: „So wie bisher, kann es nicht weitergehn!“

Referent*innen

  • Andreas Holzer: Studium in Klagenfurt der Politikwissenschaft mit Fächerkombination Soziologie und Recht an der Universität Wien, arbeitet seit 2003 bei SORA.Er forscht zu den Themen Wahlen, Politischer Kultur und Lebensqualität. Er hält Seminare zu Framing, Emotionen in Politik und Kampagnen sowie zu politischen Strömungen in Europa.
  • Ingrid Brodnig: Ist Journalistin und Autorin, im September 2019 erschien ihr neuestes Buch „Übermacht im Netz.“ Sie hält Vorträge und Workshops und verfasst für das österreichische Nachrichtenmagazin Profil die wöchentliche IT-Kolumne #brodnig. Ihre Arbeit wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch.
  • Christian Schüller: Studium der Linguistik in Wien. Seit 1977 als Journalist tätig, in der außenpolitischen Redaktion des ORF, dann als Auslandskorrespondent. Gründer und sechzehn Jahre lang Leiter der Reportagereihe ‚Am Schauplatz‘. Ausbildung als Executive Coach und Teamentwickler am Institute of Group Analysis in London und am Tavistock Centre. Lehrauftrag zum Thema ‚Ethik des Journalismus‘ an der Sigmund Freud Universität in Berlin/Institut für Medien und Journalismus.
  • Evelyn Schalk: Studium der Romanistik, Germanistik und Medienfächerkombination; freie Journalistin und Autorin; Mitherausgeberin und Chefredakteurin des ausreißer – Die Wandzeitung und tatsachen.at; Kolumnistin bei perspektive – hefte für zeitgenössische literatur; Publikation von Graz abseits der Pfade; Aktuell Arbeit am Literaturprojekt nacht.schicht quer durch Europa.