Projektbeschreibungen

Bureau für Selbstorganisierung

Rainer Hackauf, Bureau für Selbstorganisierung, Aktivist und Trainer für sozialen Wandel

Das Bureau mit Sitz und Räumlichkeiten in Wien Hernals bietet Workshops für politisch Aktive an. In diesen unterstütz und begleitet es Menschen bei der Planung und Umsetzung von selbstorganisierten Projekten zur politischen Veränderung im Grätzel, in einer Initiative oder als Teil einer Bewegung und fördert nachhaltigen Aktivismus u.a. durch strategische Modelle und Methoden, aber auch Werkzeuge für die Selbstorganisierung aus dem „Community Organizing“.

Das Programm richtet sich an Menschen, die bereits aktiv sind oder es werden wollen, wobei der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer_innen im Zentrum steht.

www.selbstorganisierung.at

Frauen*solidarität

Claudia Dal-Bianco, langjährige Redakteurin von Zeitschrift und Radio und Leiterin der Medienworkshops der Frauen*solidarität. Weiters hat sie auch das mehrfach prämierte Erasmus+-Projekt der Frauen*solidarität "Speaking out loud - Empowerment through community based media" initiiert und umgesetzt.

Seit ihrer Gründung 1982 leistet die Frauen*solidarität - mit Zeitschrift, Radio, Bibliothek, Veranstaltungen sowie im Rahmen von Projekten - Informations- und Bildungsarbeit zu Frauen* und Geschlechterverhältnissen weltweit sowie zu globalen Machtverhältnissen aus feministischer Sicht. 

Die Frauen*solidarität trägt mit ihrer Arbeit zur Durchsetzung und Stärkung von Frauenrechten bei und engagiert sich für eine Welt frei von Sexismus, Rassismus und Homophobie. Sie steht dabei im Dialog mit Frauenbewegungen im globalen Süden und stärkt sowohl die dort aktiven Frauen als auch die weltweite solidarische Vernetzung.

http://www.frauensolidaritaet.org/

www.facebook.com/frauensolidaritaet

System Change not Climate Change Wien

Ronja Gruber, System Change not Climate Change Wien

System Change not Climate Change setzt sich seit 2015 für eine klimagerechte Welt ein. Sie sind in Österreich aktiv aber begreifen das Eintreten für Klimagerechtigkeit als Teil eines globalen Kampfes gegen ein auf Ausbeutung von Natur und Menschen basierendes Wirtschaftssystem und damit einhergehende Lebensweisen. Ziel ist, die Wurzeln der Klimakrise aufzuzeigen und zu bekämpfen, Scheinlösungen (wie den Emissionshandel oder technologischen Wunderglauben) anzuprangern und echte Alternativen voranzutreiben. Dazu bringen sie sich als Aktivist_innen in die gesellschaftliche Debatte ein, etwa mit Kampagnen, Aktionen oder Weiterbildungsveranstaltungen.

systemchange-not-climatechange.at/de/blog/

Paolo Freire Zentrum

u.a. Gerald Faschingeder, Direktor des Paulo Freire Zentrums, der in langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie der damit verbundenen entwicklungspolitischen Arbeit die Bedeutung von Bildung und Reflexion der Praxis kennen und schätzen lernte.

Das Paulo Freire Zentrum betreibt eine von Paulo Freire inspirierte dialogische Bildungsarbeit, die Weltprobleme im Zusammenhang mit Vor-Ort-Problemen reflektiert und bearbeitet. Als wissenschaftsbasierte Einrichtung bietet das Freire Zentrum Akteur_innen und Institutionen der Welt- & Selbstgestaltung Raum für die notwendige kritische Reflexion ihrer Arbeit an.

www.pfz.at/paulo-freire-zentrum/geschichte-des-paulo-freire-zentrums/

MAIZ, das Kollektiv

Rubia Salgado, Mitbegründerin von MAIZ mit langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Migrant_innen im Bildungs- und Kulturbereich. Sie war in der Vergangenheit unter anderem Vorstandsmitglied der KUPF, der IG Kultur Österreich und Mitglied des Stadtkulturbeirates Linz.

MAIZ ist ein unabhängiger Verein von und für Migrantinnen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen in Österreich zu verbessern und ihre politische und kulturelle Partizipation zu fördern sowie eine Veränderung der bestehenden, ungerechten, gesellschaftlichen Verhältnisse zu bewirken.

www.maiz.at

Kärntner Bildungswerk: Initiativen für nachhaltige Entwicklung als Lernfeld für Erwachsene

ELISABETH LASSER, DORIS ROTTERMANNER

Vorgestellt wird ein Projekt zur Gründung gemeinwesenorientierter Initiativen zur Müllvermeidung durch Reparatur, Tausch, Schenken, gemeinsame Nutzung sowie nachhaltige Veranstaltungsorganisation. Durch das Projekt werden Personen befähigt und aktiviert, Bildungsangebote und Initiativen zu organisieren um einen Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil durch Müllvermeidung zu leisten.

www.bildungswerk-ktn.at

Tiroler Bildungsforum: Repair Cafés in Tirol

MICHAELA BRÖTZ

Reparieren leistet in unserer Konsumgesellschaft Beiträge zu Haltungsänderungen für die Schaffung einer nachhaltige Gesellschaft. Im Repair Café lernen Menschen, ihre Dinge mit anderen Augen zu sehen und sie wieder wertzuschätzen.

www.tiroler-bildungsforum.at

www.repaircafe-tirol.at

Verein Gartenpolylog - Gärtner*innen der Welt kooperieren: Potentiale von Gemeinschaftsgärten für nachhaltige Entwicklung

CORDULA FÖTSCH

Gemeinschaftsgärten dienen als grüne Oasen in Städten und Gemeinden. Gleichzeitig sind sie niederschwellige Begegnungsorte für Menschen mit unterschiedlichsten Erfahrungshintergründen. Gärtner_innen erfahren Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und Empowerment. Vor diesem Hintergrund kann der Garten ganz nebenbei oder auch gezielt ein Ort für die Aneignung ökologischer Praktiken und der Umweltbildung werden.

www.gartenpolylog.org

Otelo eGen

Marianne Gugler

Bei der Otelo eGen handelt es sich um eine Erwerbsgenossenschaft, in der die Eigentümer_innen zugleich die Mitarbeiter_innen sind. Sie gestalten gemeinsam ihr unternehmerisches Umfeld, teilen Wissen und Ressourcen und sind durch die Anstellung im Sozialsystem eingebettet. Das gibt unternehmerisch tätigen Menschen Sicherheit und macht sie in Zeiten von Krisen resilienter, was sich im Corona-Shutdown auch gezeigt hat. Indem sich Menschen in diesen selbstorganisierten Unternehmen zusammentun, stärken sie auch die Gemeinden und Regionen bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Landflucht, Brain drain und Aufrechterhaltung von lokalen Versorgungsstrukturen. Es sind Orte der Vielfalt, neuer Lösungen, Zugehörigkeit und Kooperation, die attraktive Arbeitsplätze für engagierte und gut ausgebildete Leute im Nahraum schaffen. Die Otelo eGen ist im Dienstleistungsbereich tätig und bietet Beratung, Bildung, Gestaltung und Entwicklung für Betriebe, Regierungsorganisationen, Kommunen, regionale und transnationale Projekte. 

otelo.egen.at/die-genossenschaft/

Lokale Agenda 21 Wien: Solidarisches Wirtschaften & Ernährungssouveränität im urbanen Raum

Johannes Kellner

Lokale Initiativen wie Foodcooperativen, alternative Währungs- und Wirtschaftssysteme sowie Projekte der Ernährungssouveränität fungieren als Gegenentwurf zu einem globalisierten Wirtschaftssystem neoliberaler Prägung. Die Lokale Agenda 21 Wien unterstützt derartige Initiativen dabei, im dichten und von Verwertungslogiken geprägten urbanen Raum Orte der Entfaltung zu finden, Netzwerke aufzubauen und lokale Wertschöpfungsketten in Gang zu setzen. Die Spannungsfelder sind zahlreich: Erprobung neuer solidarischer Handlungsweisen und Organisationsformen inmitten hegemonialer kapitalistischer Wirtschaftslogiken, soziale Abschließung/Öffnung, individuelle Einzelinteresse gegenüber dem Gemeinwohlgedanken und vieles mehr.

Repair & Do it yourself - Urbanism/Umweltberatung

Die Umweltberatung: Repair & Do-it-yourself Urbanism (R&DIY-U)

Markus Piringer, Die Umweltberatung

Das Wiener Projekt „Repair & Do-it-yourself Urbanism“ unterstützt Alternativen zur Wegwerfgesellschaft, um Selbermachen und Reparieren anzukurbeln: Repair-Cafés, Tauschläden, Materiallager und andere ReUse-Initiativen fördern die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten und Materialien. Im Projekt werden Wege aufgezeigt, um Abfallmengen, Rohstoffverbrauch und Transportwege zu reduzieren — bei gleichbleibender Lebensqualität.

Zentrales Ziel des Projektes ist es, Initiativen, Vereinen und Unternehmen zu unterstützen, Reparatur- und Do-it-yourself-Angebote erfolgreich umzusetzen und mehr Menschen zu erreichen. Darüber hinaus sollen Szenarien entwickelt werden, welche Politik und Verwaltung dabei unterstützen, das Potenzial von Reparatur- und Do-it-yourself-Angeboten in Bezirken und Städten zu aktivieren und weiterzuentwickeln.

www.umweltberatung.at/referenz-r-diy-urban

Farmers for Future: Gemüsebetrieb Krünzeug

Krünzeug GesbR: Gemeinsam nachhaltig Landwirtschaft betreiben
Eva Seebacher
, Krünzeug GesbR

Die Krünzeug GesbR ist ein gemeinschaftlich geführter biologischer Gemüsebetrieb im oberösterreichischen Kremstal. Es wird hauptsächlich Frischgemüse produziert und versucht, über biologische Wirtschaftsweise und Berücksichtigung der ökologischen Kreisläufe zu Klimaschutz und Erhaltung von Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität beizutragen. Den Menschen in der Region wird über den Frischemarkt Kirchdorf, vier Foodcoops und Gemüsekistln ab Hof Zugang zu (Bio-)Gemüse geboten. Dabei sind für uns die Beziehungen zu den Menschen, die Weitergabe von Wissen, kurze Wege und die Frische der Produkte wesentlich. Als gemeinschaftlich geführte kleine Biolandwirtschaft (aktuell 4 Gesellschafter_innen) sieht sich der Betrieb auch als politisches Statement und als Teil der Bewegung für Ernährungssouveränität.

www.kruenzeug.at

Armutskonferenz

Bürger*Genossenschaft Obervinschgau: Kulturarbeit als Motor für nachhaltige Regionalentwicklung

Bürger*Genossenschaft Obervinschgau: Ohne Kultur kein Käse
Elisabeth Prugger, Armin Bernhard, Bürger*Genossenschaft Obervinschgau

Die Bürger*Genossenschaft Obervinschgau betrachtet die nachhaltige Entwicklung einer Region als einen ganzheitlichen Prozess, der verschiedene gesellschaftliche Bereiche zusammenführt. Ein Prozess, der die Menschen einbindet und sie tätig werden lässt. Für diesen gesellschaftlichen Wandel ist die Kulturarbeit ein zentraler Ansatzpunkt. Im vorliegenden Workshop werden die Entwicklung in Mals und die Tätigkeiten der Bürgergenossenschaft Obervinschgau/Südtirol als kulturelle, zukunftsgestaltende, Prozesse diskutiert.

https://da.bz.it/