Projektbeschreibungen

„Kultur vor Ort“ von Basis.Kultur.Wien

JASMINE FALMBIGL, Basis.Kultur.Wien
 
Kulturprojekte in Bezirken und Stadtteilen Wiens anregen, fördern, begleiten - als „Kultur für alle und Kultur mit allen“. Es geht um das Knüpfen eines dichten Netzwerks an Kontakten und Kooperationen zwischen unterschiedlichsten Kultur- und Bildungsvereinen, Initiatoren und Institutionen vor Ort - u.a. mit den Mitgliedsvereinen von Basis.Kultur.Wien als AnsprechpartnerInnen in den Grätzeln … Die Referentin berichtet von konkreten Erfahrungen und stellt Entwicklungschancen und offene Fragen zur Diskussion.

https://www.basiskultur.at/home/

Gemeinwesenorientierte Erwachsenenbildung

WOLFGANG HITSCH, Salzburger Bildungswerk

Auseinandersetzung mit Prinzipien und Methoden gemeinwesenorientierter Erwachsenenbildung an Praxisbeispielen aus der lokalen Bildungs- und Kulturarbeit des Salzburger Bildungswerks

http://www.salzburgerbildungswerk.at

Gemeinwesenentwicklung in kleinen Gemeinden in Ungarn

ZSUZSA GYENES, LUCIA CSABAI, Hungarian Association for Community Development

Erfahrungen aus dem laufenden EU-Projekt „Developing community based services and linking them with public services in small villages“ geben Einblicke in die Gemeinwesenentwicklung in kleinen Gemeinden in Ungarn: Es geht um konkrete Erfahrungen vor Ort, um historische und aktuelle Entwicklungsprozesse, um offene Fragen ...

http://eucdn.net/members/hacd-hungarian-association-for-community-development/
http://www.kofe.hu/

Gemeinschaft bilden? Eine Reflexion anhand verschiedener Praxisbeispiele aus der Stadtteilarbeit.

KATHARINA KIRSCH-SORIANO DA SILVA / KARIN POINTNER, Stadtteilarbeit Caritas Wien

Die Begriffe "Gemeinschaft" und "Gemeinschaftsbildung" sind in der Gemeinwesenarbeit von zentraler Bedeutung. Aber was meinen wir eigentlich mit Gemeinschaft? Soziale Netzwerke, Nachbarschaften, Interessensgruppen, Wertegemeinschaften, kulturelle Communities oder ein solidarisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft? Und warum erachten wir Gemeinschaftsbildung als wesentlich für unsere Arbeit?
Anhand von Praxisbeispielen aus der Stadtteilarbeit der Caritas Wien wird der Begriff Gemeinschaft in seiner Bedeutung für konkrete Praxisprojekte reflektiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bildung und Entstehung von Gemeinschaften, sowie auf gemeinschaftlichen Bildungsprozessen und deren Potenzialen für Handlungsfelder wie Quartiersentwicklung, Integration und Gesundheitsförderung.

https://www.caritas-wien.at/stadtteilarbeit/

HabiTAT und Hausprojekt Willy*Fred

ELISABETH ERTL, HabiTAT

habiTAT ist ein Kollektiv, das sich zur Aufgabe macht, selbstorganisierte und sozialgebundene MietshausProjekte in Österreich zu unterstützen und zu verwirklichen. Der Solidarzusammenschluss will damit günstigen sowie gesunden Wohnraum & Lebensqualität für alle schaffen und fördert die Vereinigung von Wohn-, Kultur- und Lebensraum der Bewohner_innen.

https://habitat.servus.at

Willy*Fred
2015 hat eine Gruppe junger Linzer*innen den Kampf gegen Immobilienspekulation und steigende Wohnkosten mit kreativen Mitteln selbst in die Hand genommen und ein Hausprojekt gegründet. Neben der Schaffung von gemeinschaftlichem Wohnraum bereichert das Projekt auch das kulturelle und bildungspolitische Angebot der Stadt. Dabei haben schon viele Projekte, Vereine und Initiativen in dem über 1.600m2 großen zentral gelegenen Haus Platz gefunden.

www.willy-fred.org


Communities of Practice / Regionale Lern- und Austauschtreffen im Waldviertel

STEPHANIE STEYRER, Community of Practice, Verein WIR ZUSAMMEN und ebi – Eigenständige Bildungsinitiativen

Gemeinschaft werden und wachsen an aktuellen Herausforderungen.
Eine Community of Practice (CoP) ist eine Gemeinschaft von Menschen, die sich durch ein gemeinsames Ziel oder Thema verbunden fühlen und am Austausch und Vernetzen der Erfahrungen interessiert sind.
Eine Community of Practice lebt von den Menschen, die sich einbringen und schafft Räume für Reflexion, Beteiligung und einander den Rücken stärken.
Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern voneinander und miteinander aus unseren Erfahrung in der Integrationsarbeit und dem Alltag lernen.
Dieser Erfahrungsaustausch ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein dynamischer Prozess des Vernetzens von Menschen, Wissen und Erfahrungen mit immer wieder neuen und/oder vertrauten Gesichtern (idealerweise alle 6-8 Wochen).

http://www.wir-zusammen.at/community-of-practice

Community basierte Erwachsenenbildung im Spannungsfeld zwischen Affirmation und Emanzipation

IRENE CENNAMO, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Auf der Basis empirischer Praxisbeispiele im Raum Kärnten und Südtirol/Italien soll der erwachsenenpädagogischen Frage nachgegangen werden, inwiefern das (im Trend gekommene) Konzept der Community Education das „(Bildungs)Versprechen“ der Lebensweltorientierung und der handlungsleitenden Ermächtigung von Menschen und Gemeinschaften einlöst bzw. (zwischen)gefragt werden, wie sich lerntheoretisch gemeinschaftliches Lernen in geteilten Lern-und Handlungsräumen gestaltet und/oder (phänomenologisch) zeigt.

Erzählen in der Tischgemeinschaft

DOROTHEA KURTEU, Zeitgeschichten/Erzähl-Mahl  
erzähl_Mahl ist entstanden aus der Wahrnehmung, wieviele persönliche Geschichten zu 2. Weltkrieg / Nationalsozialismus / Nachkriegszeit bis heute nicht erzählt und gehört sind und wie sehr das die Menschen aller Generationen und das ganze Land bis heute prägt und einer offenen Gesellschaft im Weg steht. Wir wollten diesen Erzählungen Raum geben. Mit der Idee, dass lebendige Erinnerungskultur der Gegenwart und Zukunft dient.
Was hat das mit Gemeinwesen und Gemeinwohl zu tun?
Das geteilte Essen um einen Tisch ist wohl eine zentrale Metapher für Gemeinschaft und Teilhabe, für Fragen rund um Macht und Kommunikation. Wer darf am Tisch Platz nehmen und wer nicht? Was wird erzählt, wer wird gehört?

http://www.zeitgeschichten.org/

Foodcoops - solidarische Selbstorganisation in der Lebensmitteldistribution

MARTIN ENGELMEIER, Mitarbeiter der Arche Noah, Webspezialist, Gründungsmitglied der Foodcoop Allmunde und der IG FoodCoops

Der Grundgedanke von Foodcoops in Österreich geht weit über die Erfüllung „notwendiger“ Lebensmittelbedürfnisse hinaus - aber werden diese Ansprüche auch gelebt? Wie wird das gemeinsame Tun selbstverwaltet organisiert? Welche verbindlichen Strukturen braucht es dazu und wie bringen sich die einzelnen Menschen dabei ein? Benötigt Selbstorganisation den Aufbau einer Community und hat diese Praxis Auswirkungen über die Foodcoops selbst hinaus? Anhand unterschiedlichster Foodcoops werden Möglichkeiten, Umsetzung und Auswirkungen gemeinschaftlichen Handelns beleuchtet.

https://foodcoops.at/ig/

Gemeinschaftsbildung bei wohnpartner mit Blick auf Bewohner_innenzentren und mobilen Beete und Gemeinschaftsgärten

Bassena 10 und Team 17_18_19

https://www.wohnpartner-wien.at/

Film: Zeit für Utopien von Kurt Langbein

KURT LANGBEIN, österreichischer Filmemacher, Wissenschaftsjournalist und Film-Produzent in Wien .

Der Film ZEIT FÜR UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie man mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen kann.
Regisseur Kurt Langbein widmet sich in seinem Dokumentarfilm vier Menschen und Initiativen, die eine Alternative zu Kapitalismus und Profitstreben anbieten wollen: Petra Wähning gründete das Projekt "Solidarische Landwirtschaft" und ist jetzt eine von 300 Konsumenten und Konsumentinnen, die von einem landwirtschaftlichen Betrieb direkt und ohne Umweg über den Supermarkt versorgt werden. Am Beispiel der Genossenschaft "Hansalim" aus Südkorea zeigt sie in "Zeit für Utopien" außerdem, dass es sogar möglich ist, 1,5 Millionen Menschen mit regionalen und biologisch angebauten Lebensmitteln zu versorgen. Laura Gerritsen von dem Unternehmen Fairphone reist mit Langbein in den Kongo, wo faire Produktionsbedingungen für die Metalle geschafft worden sein sollen, die in den Smartphones des Herstellers stecken. Das Wohnprojekt "Kalkbreite" aus Zürich zeigt, wie man in einer Stadt energiesparend und umweltfreundlich leben kann, ohne auf Komfort zu verzichten. Und eine ehemals zum Unilever-Konzern gehörende Teefabrik in Südfrankreich verwaltet sich nach langem Kampf mittlerweile als Genossenschaft "Scop-Ti" selbst.