Modulbeschreibungen: Zusatzqualifikation Intergenerative Kompetenz

Modul 1: Einander begegnen - Grundlagen der intergenerativen Arbeit

Intergenerative Arbeit auf Basis der Psychomotorik befasst sich mit der Begleitung und Unterstützung von Bildungsprozessen von Jung und Alt. Dabei bieten ein Kindergarten und eine Senioreneinrichtung gemeinsame Aktivitäten an und tragen somit zum besseren gegenseitigen Verständnis von Menschen aus unterschiedlichen Generationen bei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Bereichen Kindergarten und Seniorenbetreuung lernen einander im ersten Kursteil kennen und geben einander Einblicke in ihre Arbeitsfelder mit jungen Kindern und alten Menschen.
Im praktischen Teil dieses Wochenendes richten wir unseren Blick auf gemeinsames kreatives Gestalten und auf das Lesen, Vorlesen und Erzählen von Geschichten.

Modul 2: Miteinander Beziehung gestalten - Aktivitäten und Begegnungen auf Augenhöhe

Intergenerative Arbeit auf Augenhöhe bedeutet, dass bei gemeinsamen Aktivitäten sowohl die beiden Dialoggruppen – das Kind und der alte Mensch – als auch die beteiligten Einrichtungen, gleichermaßen wichtig sind.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassen sich in diesem Kursteil mit der Bedeutung eines respektvollen Umgangs, einer wertschätzenden Atmosphäre und einer gelingenden Beziehungsgestaltung für ein echtes Miteinander in der Begegnung von Jung und Alt. Im praktischen Teil dieses Wochenendes stehen die Themen „ gemeinsam spielen“, „Gruppenaktivitäten gestalten“, „miteinander Feste im Jahreskreis feiern“ oder „Ausflüge machen“ im Mittelpunkt.


Modul 3: Übereinander staunen - Bewegung und Theater für Jung und Alt

In intergenerativen Bewegungsgruppen sollen Gefühle der Lebensfreude und des Wohlbefindens für alle Beteiligten ermöglicht werden. Das Konzept der Psychomotorik bietet dazu Bewegungs- und Spielangebote für Menschen jeden Alters. Das Anwendungsfeld „Motopädagogik“ kommt im Speziellen in der Arbeit mit Kindern und das Anwendungsfeld „Motogeragogik“ in der Arbeit mit alten Menschen zum Einsatz. In Theorie und Praxis erfahren und erleben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie sich diese beiden Felder miteinander verbinden lassen und wie intergenerative Bewegungsstunden geplant und durchgeführt werden. Als eine weitere Form der Bewegungsarbeit beschäftigt sich die Gruppe mit intergenerativen Theaterprojekten, denn „Alter spielt keine Rolle!“.

Modul 4: Füreinander Verständnis entwickeln - Leiten und Begleiten von Vielfalt

In intergenerativen Gruppen kommen viele unterschiedliche Menschen zusammen: Kinder, Seniorinnen und Senioren und Fachpersonal aus dem Kindergarten und aus Einrichtungen für alte Menschen. Diese Vielfalt stellt alle immer wieder vor neue Herausforderungen, kann aber bei kompetenter Leitung und Begleitung auch als Gewinn für alle erlebt werden. Wie Singen und Tanzen als Bindeglieder zwischen Jung und Alt eingesetzt werden können und wie gemeinsames Musizieren Generationen in Einklang bringen kann sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im praktischen Teil dieses Wochenendes erleben.

Modul 5: Voneinander lernen - Projektpräsentation und Reflexion

Im fünften und letzten Kursteil präsentiert jede Teilnehmer*in ein intergeneratives Projekt.
Dieses kann entweder bereits durchgeführt worden sein oder so geplant sein, dass es jederzeit umgesetzt werden kann. Die Reflexionen dieser Präsentationen bilden die Grundlage für weiterführende Überlegungen und Projekte. Damit bietet sich die Möglichkeit einer nachhaltigen Implementierung der intergenerativen Arbeit in den Alltag von Kindergärten und Senioreneinrichtungen.